FAQ – Umwelt

Umwelt & Nachhaltigkeit

Fragen und Antworten zur Umweltverträglichkeit von Mehrwegverpackungen

Alle Fragen und Antworten rund um unser Verständnis zur Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit unserer Mehrwegprodukte findest du auf dieser Seite. Erfahre hier, was wir von Plastik halten und warum wir uns gegen Bambusbecher entschieden haben.

  • Wie handle ich nachhaltig?

    Unserer Meinung nach ist die Antwort hierauf ganz klar: Weniger verbrauchen, mehr wiederverwenden und am Ende richtig recyclen. Oder etwas kompakter Reduce, Reuse, Recycle.

    Oftmals wird gerade in Bezug auf Einweg- und Mehrwegprodukte intensiv auf die Recylcingmöglichkeiten geschaut. Frei nach dem Motto: Recycling gut – alles gut. Für uns ist Recycling aber erst der letzte Schritt am Ende der Nutzungszeit. Viel wichtiger ist, dass weniger verbraucht und das Vorhandene häufiger verwendet wird. Damit insgesamt weniger wertvolle Ressourcen für die kurzlebige Einwegverpackungen verschwendet werden.

    Deshalb bieten wir Produkte, die so gut aussehen und so praktisch sind, dass sie auch tatsächlich genutzt werden. Unförmige Thermosbecher, schwere Porzellantassen und klobige Trinkflaschen gibt es schon genug, nur genutzt werden sie unserer Meinung zu wenig. Hier muss die Perspektive des Nutzers einbezogen werden. Dieser möchte ein hochwertiges, schönes und praktisches Produkt. Denn nur Dinge, die einem täglich Freude bereiten, werden auch benutzt und in den Alltag integriert.

  • Sollte Plastik nicht besser vermieden werden?

    Häufig werden wir gefragt, ob nicht besser grundsätzlich auf Plastik bzw. Kunststoff verzichtet werden sollte. Unsere Antwort darauf lautet immer – es kommt darauf an. Wie so oft gibt es gute und schlechte Produkte aus Kunststoff, außerdem zeichnet sich gerade das von uns bevorzugte Polypropylen (PP), durch eine extreme Haltbarkeit, BPA Freiheit und gute Recyclingfähigkeit aus.

    Es gibt Kunststoffe, die transparent sind (bspw. PET oder Tritan) und andere die es in jeglichen Färbungen (wie PP) geben kann. Wir bei den ReUse Heroes setzen immer nur auf BPA freie und erprobte Varianten, namentlich Polypropylen und Tritan.

    Wenn du also ein Produkt suchst, das sehr langlebig, leicht und bruchsicher sein soll, bist du mit einem Becher aus Kunststoff wie bspw. dem in Deutschland produzierten CafeCup, oder einer Trinkflasche aus Tritan gut ausgerüstet.

  • Was bedeutet BPA frei?

    BPA (Bisphenol-A) ist ein Weichmacher, der in vielen Kunststoffen aber auch Harzen verwendet wird. Die bereits in den 1960er Jahren entwickelte Chemikalien Bisphenol-A hat auch noch heute eine wirtschaftlich und technisch große Bedeutung. BPA findet u.a. bei der Herstellung von Kunstharzen, Polyester, Polycarbonaten und zahlreichen anderen Kunststoffen Verwendung.

    Das Problem mit BPA besteht darin, dass es eine Auswirkung auf das Hormonsystem des Menschen hat, weshalb es so wichtig ist, nur BPA freie Produkte einzusetzen. Frei von BPA bedeutet als konkret, dass Produkte ohne die Verwendung der Chemikalie BPA (Bisphenol-A) hergestellt wurden. Alle Produkte in unserem Sortiment, unabhängig ob aus Kunststoff, Glas oder Edelstahl, sind garantiert BPA frei.

  • Welche Materialien eignen sich für einen Mehrwegbecher oder eine Trinkflasche?

    Jedes Material hat seine Vorzüge: Während beispielsweise Glas garantiert geschmacksneutral ist, ist es verhältnismäßig schwer und zerbrechlich. Edelstahl ist gerade für Heißgetränke aufgrund seiner guten Wärmeleiteigenschaften nur als Thermosbecher geeignet, was oft zu sehr großen Bechern und Gefäßen führt. Kunststoff besitzt nicht den besten Ruf, kann aber beliebige Formen und Farben annehmen und ist fast unkaputtbar und leicht, während Silikon obendrein noch flexibel und faltbar sein kann.

    Wir empfehlen immer den Anwendungsfall zu betrachten. Soll der Becher oder die Flasche besonders hochwertig sein und werden sie eher stationär genutzt? Dann ist Glas eine gute Wahl. Sollen Getränke oder Speisen lange heiß oder gekühlt gehalten werden, führt kaum ein Weg an einem doppelwandigen Edelstahlbecher vorbei. Kunststoff ist das richtige Material, wenn es um ein niedriges Gewicht und um einen täglichen Einsatz unterwegs geht.

    Einzig in Bezug auf Bambus sind wir uns sicher – zu viele Klebstoffe und Harze sowie eine hohe Bruchanfälligkeit haben uns dazu bewogen, keine derartigen Produkte anzubieten.

  • Warum bieten die ReUse Heroes keine Bambusbecher an?

    Was uns an Bambusbechern oder Produkten aus anderen Naturfasern Sorgen bereitet, ist der hohe Anteil synthetischer Kunststoffe. So bestehen Produkte aus Bambus oder sonstigen Naturfasern entgegen der Annahme vieler Verbraucher nicht ausschließlich aus natürlichen Materialien, vielmehr werden ihnen synthetische Kunststoffe zugesetzt, die für die Strukturgebung und die Festigkeit der Materialien sorgen. Der Anteil an Bambusfasern wurde in einzelnen Proben auf lediglich 20-37 Prozent bestimmt.1

    Als synthetischer Kunststoff kommt unter anderem Melamin zum Einsatz. Laut Definition des Römpp Chemie Lexikons sind Melaminharze „Polymere […] bestehen[d] aus den Grundbausteinen (Monomeren) Melamin und Formaldehyd. Melaminharze sind sehr hart und werden daher häufig für die Herstellung von Küchenutensilien wie Teller, Schüsseln, Becher oder Besteck verwendet. Die Problematik dieses Materials besteht darin, dass die bei der Produktion nicht vollständig umgesetzten Monomere Melamin und Formaldehyd in das Lebensmittel übergehen können. Das ist besonders problematisch bei Produkten für den Heißkontakt (Kaffeebecher, Suppenschüsseln, Pfannenwender)“. Melamin und Formaldehyd werden vor allem dann freigesetzt, wenn sie Temperaturen über 70 Grad Celsius ausgesetzt sind.

    Kurzum, es besteht eine Gefahr, dass Kaffeebecher aus Bambusfasern mit Melaminharz beim Einfüllen von Getränken heißer als 70 Grad Celsius Formaldehyd in das Getränk abgeben. Hinzu kommt, dass Verbraucher derzeit nur schwer erkennen können, ob ein Becher aus Naturfasern auch Melamin enthält, da die Kennzeichnung durch die Hersteller lediglich freiwillig ist und damit oftmals selten erfolgt. Die Verbraucherzentralen fordern eine Kennzeichnungspflicht für Materialien, die mit Lebensmitteln in Kontakt kommen, damit Verbraucher eine gezielte Auswahl treffen können.

    Für uns sind das wichtige Gründe gegen Produkte aus Bambus- oder anderen Naturfasern und daher bieten wir ausschließlich Kaffeemehrwegbecher aus Glas, Edelstahl oder Polypropylen an.

  • Wo werden eure Produkte hergestellt?

    Bei der Auswahl der von uns angebotenen Marken und Produkte bewerten wir auch immer die Umweltverträglichkeit des Produktes und der Herstellung. Dabei sind uns auch kurze Transportwege wichtig.

    Leider gibt es gerade im Bereich von Glas und Edelstahl nahezu keine wettbewerbsfähigen Produzenten in Europa, sodass bspw. Edelstahl von allen Herstellern fast ausnahmslos in China eingekauft bzw. gefertigt wird. Im Bereich von Kaffeebechern aus Kunststoff haben wir mit dem CafeCup nun erstmals ein komplett in Deutschland produziertes Produkt aufgenommen und können hier einen besonders kurzen Transportweg sicherstellen.

Quellen:

1 CVUA, 2017: Irreführung: Vermeintlich ökologisches Geschirr aus Bambus besteht zu einem großen Teil aus synthetischem Kunststoff – ein Update, Ein Bericht aus unserem Laboralltag, Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Stuttgart, 24.11.2017

2 Römpp Chemie Lexikon, 1996: Falbe, Jürgen; Regitz, Manfred; Römpp, Hermann; Römpp Chemie Lexikon broschiert in 5314 Seiten in 6 Bänden, Auflage 9, Thieme Georg Verlag, Stuttgart, 1996.

3 BfR, 2011: Freisetzung von Melamin und Formaldehyd aus Geschirr und Küchenutensilien – Stellungnahme Nr. 012/2011 des BfR vom 09.03.2011, Bundesinstitut für Risikobewertung, 09.03.2011.

4 Verbraucherzentrale, 2018: Materialien mit Melamin, Verbraucherzentrale, 23.03.2018

5 Verpackungscodes gemäß Beschreibung im VerpackungsG, Anlage 5 und Wikipedia

Du hast weitere Fragen?

Dann empfehlen wir dir einen Blick in die anderen Kategorien unserer FAQs (Branding und Material) oder du schreibst uns einfach. Wir stehen dir gerne Rede und Antwort, wenn wir damit gemeinsam die Flut an Einwegverpackungen reduzieren können. Say no to single use.

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