Specialty Coffee und Blockchain

Mit der Blockchain können KaffeebauerInnen endlich fair und gerecht an den Erfolgen ihres Speciality Coffees teilhaben. Es geht also um nichts weniger, als die gleichberechtigte Verteilung der Wertschöpfung zwischen den Kaffeebauern und der Kaffeeindustrie.

Als Teil der ReUse Summer School erläutern wir euch in diesem Artikel, was Speciality Coffee ist und was ihn ausmacht. Außerdem erklären wir, wie die (Coffee-)Blockchain funktioniert und welchen Mehrwert und welche Transparenz sie bringen kann.

Specialty Coffee: Was macht einen Kaffee zum Speciality Coffee und wem wir dafür danken sollten.

Geschmäcker sind verschieden und so können wir uns trefflich darüber streiten, was gut und was weniger gut schmeckt. Daher soviel vorweg: Speciality Coffee ist ein Kaffee, der höchsten Qualitätsanforderungen entspricht. Und einige davon mögen eher individuell zu bewerten sein – wie eben der Geschmack – aber andere sind nicht abzustreiten: Die Qualität der Rohstoffe (der Kaffeebohnen) oder die geographischen Besonderheiten der Anbaugebiete, die durch ihr Mikroklima für Kaffee mit besonderen Geschmacksprofilen sorgen.

Die SCA (Specialty Coffee Association) hat ein Bewertungssystem für die Qualität von Rohkaffee entwickelt, wodurch Kaffee physisch und sensorisch strengen Prüfkriterien unterzogen wird. Der physische Check erfolgt unter anderem über die Auslese von Defekten. Sensorisch wird der Kaffee in so genannten Cuppings (Degustationen) auf einer Skala bis 100 Punkten bewertet.

Die Ernte und Auslese

Qualitätsunterschiede der Bohnen werden durch Einstufung in sogenannte “Grades” (1 bis 5) vorgenommen, wobei die Einstufung “1” die höchste Qualitätsstufe darstellt und eine “5” die schlechteste. Sämtlicher Kaffee, der mit der Höchstnote “1” bewertet wurde, darf die Bezeichnung Spezialitätenkaffee tragen. Kaffees mit einer Klassifizierung von “2” ist Premium Kaffee.

Die Klassifizierung hängt davon ab, welche Defekte die Kaffeebohnen vorweisen und wie viele defekte Bohnen auftreten. Auf eine Menge von 300 Gramm Kaffeebohnen dürfen, bei einer Einstufung als Spezialitätenkaffee, nur drei kaputte Bohnen kommen. Weiterhin dürfen keine Quaker-Bohnen (unreif geerntete Kaffeebohnen) enthalten und die Bohnen nicht verfärbt sein.

Die Cuppings (Verkostung)

Kaffee Cupping ist der Prozess der Beobachtung und Bewertung der verschiedenen Geschmacksrichtungen, Aromen und Eigenschaften einer bestimmten Kaffeesorte.

Kaffees mit einem Cupping Score ab 80 Punkten gelten als Speciality Coffee. Das Scoring wird üblicherweise durch objektive Q-Grader erstellt. Diese können mit Wein-Sommelieren verglichen werden. Es sind Kaffeeexperten, die eine Ausbildung absolvieren und anschließend eine Zertifizierung ablegen, die sie alle 3 Jahre auffrischen müssen.

Worauf es jedoch am meisten ankommt sind direkte Kommunikationswege von den Röstereien zu den Kaffeebauern, sodass eine vollständige Transparenz der gesamten Lieferkette gewährleistet ist.

Außerdem wird eine hohe Qualität des Rohkaffees massiv durch einen ökologisch nachhaltigen Anbau erreicht. Letztendlich kommt es für eine herausragende Qualität also fast ausschließlich auf die KaffeebauerInnen an. Sie legen durch ihren Anbau, ihr Wissen und ihre Ernte überhaupt erst die Grundlage für einen Spitzenkaffee.

SpecialtyCoffee und Blockchain - Kaffeebauern

SpecialtyCoffee und Blockchain - Bohnen

SpecialtyCoffee und Blockchain - Frauen beim Sortieren

Das Problem:
Die KaffeebauerInnen ermöglichen ein 100 Milliarden Dollar Geschäft – und haben doch kaum etwas davon.

Kaffee ist eine Industrie, die 100 Milliarden Dollar schwer ist. Dennoch verdienen 90% der KaffeebauerInnen der Welt (und das sind sagenhafte 90 Millionen Menschen) weniger als 2 € pro Tag und können damit kaum sich und ihre Familien ernähren.

Gleichzeitig werden 100% des gesamten Kaffees in und um den Äquator angebaut, während 99,99% des Kaffees, den wir trinken, in Europa und den USA geröstet, abgefüllt und vermarktet werden. Damit werden quasi alle wertschöpfenden Aktivitäten – die Arbeitsplätze, die Gewinne und das Einkommen – aus dem Kaffeegürtel exportiert.

Die Lösung:
Faire Löhne und ein System, das Unternehmen dazu zwingt, ihrem Versprechen nach Fairness gerecht zu werden

1. Faire Löhne durch FairChain

Das Moyee Coffee FairChain Projekt hat das Ziel, die Wertschöpfungskette zu reformieren, Mittelsmänner und Ineffizienz zu beseitigen. Gleichzeitig wird eine Landreform und der Schutz der Wälder vorangetrieben, während es auch darum geht die BauerInnen besser zu qualifizieren. Dabei soll auch das Eigentum an Ressourcen und wertschöpfenden Tätigkeiten wieder in die bäuerlichen Gemeinschaften verlagert werden.

Auf praktischer Ebene werden BauerInnen in nachhaltigen biologischen Anbaumethoden geschult, um ihnen zu helfen, die Qualität ihres Kaffees zu verbessern. So können sie nicht nur ihre Erträge verdoppeln, sondern es werden gleichzeitig die Wälder, in denen sie leben, geschützt. Das Ziel ist es, das Einkommen von BauerInnen von etwa 400 € pro Jahr auf mehr als 1.000 € zu erhöhen, um ihnen zu helfen, einen existenzsichernden Lohn zu verdienen.

2. Transparenz durch Blockchain

Konsumenten werden nicht darüber aufgeklärt, was sie durch den Kauf eines Produktes bewirken und wen sie unterstützen. Die Blockchain soll das ändern. Bei Moyee wird Blockchain Technologie dazu eingesetzt, eine durchgehend digitalisierte Kaffee-Wertschöpfungskette aufzubauen. Daten über jede Transaktion entlang der Wertschöpfungskette von der BauerIn bis zu deiner Tasse Kaffee sollen aufgezeichnet und erfasst werden können. Blockchain kann so 100% Transparenz über jede Transaktion und in jeder Phase bieten.

So wird beispielsweise auch notiert, wo das CO₂ und die Umweltverschmutzung anfallen, damit die VerbraucherInnen sehen können, wie umweltfreundlich (oder auch nicht) ein Produkt – in unserem Fall eine Tüte Kaffee – ist. So wird erkennbar, ob es nicht etwa auch der Transport oder die nicht recycelbare Tüte ist, die einen Großteil des Umweltschadens verursachen. Mit dieser nahezu lückenlosen Transparenz möchte Moyee den VerbraucherInnen wieder die Kompetenz zurückgeben, nachhaltige und verantwortungsbewusste Entscheidungen treffen zu können.

Blockchain und FairChain für eine gerechte Zukunft

Blockchain und FairChain mögen heute noch radikal und neu erscheinen. Sie sind aber viel weniger komplex als ihr Name suggeriert. Sie liefern Transparenz und dringend notwendige Fairness: Konsumenten können endlich wieder erkennen, was und wer hinter einem Produkt steht, während ArbeiterInnen oder BauerInnen faire Löhne erhalten.

Wenn wir als Konsumenten die Welt davon überzeugen können, dass dies für uns der einzige und gerechte Weg ist, dann werden auch (multinationale) Unternehmen diesem Weg folgen müssen.

Beginne gleich heute den Wandel

Mit jeder Tasse und jedem Mehrwegbecher Moyee Coffee entscheidest du dich nicht nur für einen besonders guten Kaffee, sondern du sorgst auch für eine Zukunft, in der Blockchain und FairChain der Status quo sind.

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